Inhouse-Schulung
zur Gewaltprävention & Deeskalation für
Jugendhilfe & Jugendämter in Bayern
Aus reagieren wird verstehen. Aus oberflächlich wird fundiert. Aus kurzfristig wird nachhaltig.
Dieses Angebot richtet sich an Einrichtungen der Jugendhilfe und an Jugendämter, die eine Inhouse-Schulung für ihre Mitarbeitenden buchen möchten – insbesondere für Heilpädagog:innen, Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagog:innen, Erzieher:innen, Heilerziehungspfleger:innen und weitere pädagogische Fachkräfte im direkten Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Familien.
Suchen Sie stattdessen eine berufliche Weiterbildung für Einzelpersonen? Hier geht es zum Kompetenzzentrum und den passenden Fortbildungen.
Mitarbeitende in der Jugendhilfe und den Jugendämtern erleben Eskalationen oft anders als andere Berufsfelder
Traumatisierungen, Bindungsabbrüche, familiäre Krisen und der Verlust von Kontrolle über die eigene Lebenssituation überlagern sich bei Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Eine besondere Herausforderung für pädagogische Fachkräfte liegt zudem in der Biografiearbeit: Das gemeinsame Aufarbeiten belastender Lebensgeschichten mit Kindern und Jugendlichen konfrontiert Fachkräfte immer wieder mit Trauma-Inhalten, kann eigene emotionale Reaktionen auslösen und birgt das Risiko sekundärer Traumatisierung. Gleichzeitig müssen Fachkräfte innerhalb eines komplexen Systems aus Hilfeplanverfahren, Familiengericht, Schule, Herkunftsfamilie und weiteren Akteuren navigieren – oft im Spannungsfeld zwischen institutionellen Vorgaben und dem, was die Beziehungsarbeit im Einzelfall eigentlich erfordern würde. Viele wissen theoretisch, was in solchen Momenten zu tun wäre, und erleben dennoch, wie schwer es ist, im entscheidenden Augenblick tatsächlich handlungssicher zu bleiben.
Genau an dieser Wissen-Handeln-Lücke setzt mein integrierter Deeskalationsrahmen an – speziell übertragen auf die Realität von stationärer und ambulanter Jugendhilfe sowie der Arbeit im Allgemeinen Sozialdienst.
Ich verbinde wissenschaftliche Erkenntnisse aus Mentalisierungstheorie, Traumapädagogik, Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Konfliktdynamik zu einem strukturierten, praxistauglichen Deeskalationssystem – von der inneren Haltung über das Verständnis der Eskalationsdynamik und die konkrete Intervention bis hin zum strukturierten Debriefing und zur nachhaltigen Transfersicherung im Berufsalltag Ihrer Einrichtung.
„Deeskalation beginnt nicht im Außen – sie beginnt in uns selbst!“
Kennen Sie diese herausfordernden Situationen aus Ihrer Arbeit in der Jugendhilfe oder im Jugendamt?
Der Alltag in der Jugendhilfe und im Jugendamt stellt Fachkräfte immer wieder vor Momente, die kaum planbar sind – hier ein Einblick in typische Fallkonstellationen:
Aggression bei Grenzsetzung: Ein Jugendlicher reagiert auf eine notwendige Regel oder Konsequenz (z. B. Ausgangszeiten, Handynutzung) mit lautstarker verbaler Aggression, wirft Gegenstände oder droht mit Weglaufen.
Provokation und Grenztesten in der Beziehungsarbeit: Ein Kind oder Jugendlicher provoziert wiederholt Ablehnung durch die Fachkraft – etwa durch Beleidigungen oder Sachbeschädigung – häufig als unbewusster Test, ob die Beziehung auch bei „schwierigem“ Verhalten bestehen bleibt.
Eskalation beim Hausbesuch: Im Rahmen einer ambulanten Erziehungshilfe oder eines ASD-Hausbesuchs reagiert ein Elternteil auf kritische Rückmeldungen zur Erziehungssituation mit lautstarken Vorwürfen, Drohungen oder dem Versuch, die Fachkraft aus der Wohnung zu drängen.
Widerstand bei einer Inobhutnahme: Ein Kind oder Jugendlicher reagiert auf die akute Trennung von der Familie im Rahmen einer Inobhutnahme mit Panik, Wutausbrüchen oder dem Versuch zu flüchten.
Bedrohung gegenüber Fachkräften bei Kindeswohlgefährdungsprüfung: Ein Elternteil fühlt sich durch die Einschätzung einer möglichen Kindeswohlgefährdung existenziell bedroht und reagiert mit verbalen Drohungen oder aggressivem Auftreten gegenüber der zuständigen ASD-Fachkraft.
Genau für solche und weitere Situationen entwickle ich mit Ihrem Team praxisnahe, sofort anwendbare Handlungssicherheit.
Für welche Einrichtungen der Jugendhilfe & Jugendämter ist die Schulung geeignet?
Meine Inhouse-Fortbildungen richten sich an Einrichtungen und Organisationen, in denen Fachkräfte mit herausforderndem Verhalten von Kindern, Jugendlichen und deren Familien im Kontext von Krisen, Bindungsabbrüchen oder behördlichen Eingriffen konfrontiert sind:
- Stationäre Jugendhilfeeinrichtungen und Wohngruppen
- Jugendwohngemeinschaften und betreute Einzelwohnformen
- Ambulante Erziehungshilfen (z. B. Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft)
- Sozialpädagogische Tagesgruppen
- Inobhutnahmestellen und Clearingstellen
- Jugendämter, insbesondere der Allgemeine Sozialdienst (ASD) und der Pflegekinderdienst
Angesprochene Berufsgruppen: Heilpädagog:innen, Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagog:innen, Erzieher:innen, pädagogische Fachkräfte in Wohngruppen sowie Fachkräfte des Allgemeinen Sozialdienstes – insbesondere alle, die im Rahmen ihrer Tätigkeit Biografiearbeit leisten oder regelmäßig zwischen institutionellen Systemvorgaben und individueller Beziehungsarbeit vermitteln müssen.
Wie Teilnehmende die Wirkung meiner Inhouse-Schulungen beschreiben
Die Fortbildung vermittelte nicht nur Wissen, sondern schuf Verbindung, Verständnis und Zuversicht für ein respektvolles und sicheres Miteinander.“
– Mitarbeitende der Ordenswerke des Deutschen Ordens –
Warum DIESE Fortbildung - Mehrwert für Fachkräfte, Einrichtung & Familien!
Mein Fokus liegt auf einem praxisnahen Deeskalationstraining, das eine professionelle, mentalisierungs- und traumasensible Haltung entwickelt – zum Schutz der Mitarbeitenden und für eine stabile Beziehungsgestaltung mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Viele Fachkräfte wissen, was in Eskalationssituationen zu tun wäre – und erleben dennoch, wie schwer es sein kann, präventiv oder im entscheidenden Moment tatsächlich handlungssicher zu agieren, insbesondere wenn Traumatisierung, familiäre Krisen oder die behördliche Doppelrolle das Verhalten von Klient:innen unberechenbar machen.
Meine Arbeit setzt genau dort an: wissenschaftlich fundiert – auf Basis von Fonagy, Weiß, Glasl, Oud, Došen und Siegel – und konsequent praxisorientiert. Sie verbindet den Aufbau einer professionellen Grundhaltung mit konkreten, praxistauglichen Methoden für den Umgang mit verbalen Eskalationen, körperlichen Übergriffen und kritischen Grenzsituationen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Anhand realistischer Fallbeispiele aus der Jugendhilfe lernen Fachkräfte, eskalierende Dynamiken frühzeitig zu erkennen, gezielt zu deeskalieren und auch bei körperlichen Übergriffen situationsgerecht zu handeln.
- Reduzierte Eskalationen und Überforderungssituationen: Höhere Sicherheit im direkten Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Familien in Krisensituationen
- Gestärkte, reflektierte und handlungssichere Mitarbeitende: Souveränität auch bei Aggression, Widerstand oder Bindungsabbrüchen
- Gemeinsame professionelle Haltung im Umgang mit herausforderndem Verhalten: Einheitliches Vorgehen schafft Vertrauen und Klarheit
- Sicherer Umgang mit Eltern und Familienangehörigen: Deeskalierende Kommunikation auch in Konflikt- und Krisensituationen, etwa bei Hausbesuchen oder Hilfeplangesprächen
- Selbstschutz in der Biografiearbeit: Erhöhte Sicherheit im Umgang mit eigenen emotionalen Reaktionen bei der Aufarbeitung belastender Lebensgeschichten – als Schutz vor sekundärer Traumatisierung
- Handlungssicherheit im System: Klarere Orientierung im Spannungsfeld zwischen Hilfeplanvorgaben, institutionellen Erwartungen und individueller Beziehungsarbeit
- Verbesserte Teamkommunikation: Effektiver Austausch und gegenseitige Unterstützung im Berufsalltag
- Nachhaltige Mitarbeitergesundheit: Weniger psychische Belastung, mehr Handlungssicherheit
- Langfristige Entlastung von Mitarbeitenden und Leitung: Höhere Arbeitszufriedenheit und Bindung der Fachkräfte an Ihre Einrichtung
- Kleine Gruppengröße: Maximal 18 Teilnehmende ermöglichen individuelle Fallarbeit und intensive Begleitung
- Nachhaltiger Praxistransfer: Ein kostenloses Online-Follow-up nach 2–4 Monaten sichert die Umsetzung im Arbeitsalltag
Meine Fortbildungen stärken Ihre Fachkräfte dabei:
- Dynamiken von Gewalt und Bindungsabbrüchen besser zu verstehen, zu erkennen und professionell zu begegnen
- eigenes und fremdes Handeln im Kontext von Jugendhilfe und behördlicher Eingriffsfunktion sicherer einzuordnen
- auch mit Eltern und Familien deeskalierend zu kommunizieren, statt Vorwürfe persönlich zu nehmen oder in Rechtfertigung zu geraten
- handlungsfähig zu bleiben – fachlich fundiert, reflektiert und nachhaltig, um sicher zu handeln und Sicherheit zu geben
MEIN ANSATZ
Das Fundament: HALTUNG: Echte Deeskalation basiert auf Mentalisierung (nach Fonagy) und einer traumapädagogischen Grundhaltung (Weiß). Ich unterstütze Ihre Fachkräfte dabei, vom automatisierten Reiz-Reaktions-Schema zu einer professionellen Beziehungsgestaltung mit suchtkranken Klient:innen zu finden. Das E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh (Marke angemeldet beim EUIPO) dient hierbei als praktischer Kompass, strukturierenden Rahmen und praxistauglichen (Co)Regulations- und Interventionsleitfaden für den Alltag in Jugendhilfe und Jugendamt.
Die Analyse: EINORDNUNG: Nur wer Dynamiken versteht, kann sie unterbrechen. Ich nutze die Eskalations- und Entwicklungslogik nach Glasl/Oud, um Konfliktdynamiken – etwa im Entzug oder bei Substanzwirkung – frühzeitig zu lesen und die passende Strategie zu wählen. Ergänzt wird dies durch das „Window of Tolerance“ von Dr. D. Siegel sowie Erkenntnisse zur Über- und Untererregung, die besonders bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen relevant sind.
Das Handeln: INTERVENTION: Hier wird Wissen zu Wirksamkeit. Ich vermittle konkretes, akutes Konfliktmanagement und deeskalative Kommunikation für den Umgang mit aggressiven, verängstigten oder psychisch instabilen Kindern, Jugendlichen und Eltern – bei dem der Eigenschutz Ihrer Mitarbeitenden immer an erster Stelle steht.
Das Ziel: TRANSFER: Kompetenz beweist sich nach der Krise. Durch gezielte Methoden zur Nachsorge, strukturiertes Debriefing und Stabilisierung sichere ich den langfristigen Lernerfolg und die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden. Strukturiertes Debriefing ist dabei weit mehr als Nachbereitung: Es ist Beziehungsreparatur, professionelle Grenzsetzung und Lernchance – und wirkt einer sekundären Traumatisierung wirksam entgegen.
Individuelle Bedarfsanalyse für Ihre Einrichtung oder Ihr Jugendamt
✓ 100% praxisnah
✓ wissenschaftlich fundiert
FAQ - Häufige Fragen
Sind Einrichtungen gesetzlich zur Schulung verpflichtet?
In vielen Fällen ja. Arbeitgeber sind nach § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG verpflichtet, psychische Belastungen – auch durch Gewalt und Aggression – in ihre Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen. Aus den §§ 4 und 12 ArbSchG ergibt sich daraus eine konkrete Schulungspflicht für die Beschäftigten. Die Berufsgenossenschaften (z. B. die BGW) konkretisieren diese Pflicht zusätzlich und fordern ein systematisches Aggressions- und Deeskalationsmanagement.
Ist die Fortbildung umsatzsteuerfrei?
Ja. Die Inhouse-Fortbildung „Handlungssicher kompakt“ ist als Bildungsleistung nach § 4 Nr. 21 UStG anerkannt und wird umsatzsteuerfrei erbracht. Für Einrichtungen aus dem öffentlichen und sozialen Sektor entsteht dadurch ein unmittelbarer Kostenvorteil von 19 % gegenüber umsatzsteuerpflichtigen Anbietern.
Ist die Fortbildung auch ohne Vorkenntnisse geeignet?
Ja.
Die Inhalte sind so aufgebaut, dass sowohl erfahrene Fachkräfte als auch Teams ohne spezielle Vorerfahrung profitieren.
Wie individuell sind die Inhalte?
Sehr individuell
Die Fortbildung wird gezielt auf den spezifischen Arbeitskontext, die individuellen Herausforderungen Ihrer Einrichtung und die Teilnehmenden zugeschnitten. So stelle ich sicher, dass die Inhalte praxisnah, relevant und direkt umsetzbar sind.
HALTUNG & METHODIK
In meinen Fortbildungen lernen Fachkräfte nicht nur, was sie in kritischen Momenten tun können, sondern warum Situationen im Kontext von Trauma, Bindungsabbrüchen oder familiären Krisen eskalieren – und wie Deeskalation trotz Widerstand, Angst oder behördlicher Doppelrolle gelingt.
Das bedeutet:
- Verständliche Theorie mit direktem Praxisbezug zur Jugendhilfe und Jugendamtsarbeit
- Arbeit an realen Situationen aus dem Berufsalltag Ihrer Einrichtung – Beziehungsarbeit, Grenzsetzung, Hausbesuche, Inobhutnahme, Konflikte mit Eltern
- Raum für Reflexion, Austausch und Fragen zu schwierigen Fallkonstellationen
Im Mittelpunkt stehen:
- Beziehung statt Macht – auch gegenüber Kindern und Jugendlichen in akuten Widerstands- oder Krisensituationen
- Verstehen statt vorschnellem Handeln – Verhalten wird als Ausdruck von Bindungserfahrung oder Trauma gelesen, nicht als persönlicher Angriff
- Sicherheit durch Klarheit, nicht durch Kontrolle
- Professionelle Haltung als Grundlage jeder Intervention – gerade wenn Verhalten durch Trauma oder familiäre Krisen schwer einschätzbar ist
- Deeskalierende Gesprächsführung mit Eltern und Familien – auch wenn Vorwürfe, Angst oder die behördliche Eingriffsfunktion die Kommunikation erschweren
- Selbstfürsorge in der Biografiearbeit – die eigene emotionale Belastung bei der Aufarbeitung traumatischer Lebensgeschichten erkennen und regulieren
- Orientierung im System – die eigene Rolle zwischen Hilfeplanverfahren, Familiengericht, Schule und Herkunftsfamilie klarer einordnen und professionell vertreten
Methodisch arbeite ich mit:
- theoretischen Impulsen
- echten Fallbeispielen aus der Praxis Ihrer Fachkräfte
- Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung im Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
- Transferhilfen für den Arbeitsalltag Ihrer Einrichtung
Ziel ist nachhaltige Handlungssicherheit im Umgang mit familiären Krisen und Aggression, nicht kurzfristige Beruhigung.
FAQ - Häufige Fragen
Was bedeutet E.M.P.A.T.H.I.E. in meiner Arbeit konkret?
Das Fundament und der Rahmen: Die acht Komponenten von E.M.P.A.T.H.I.E.
Das Akronym beschreibt einen strukturierten Prozess der Wahrnehmung und Interaktion, der darauf abzielt, das Reiz-Reaktions-Schema zu durchbrechen und eine professionelle Beziehungsgestaltung zu ermöglichen:
- E – Eigenwahrnehmung: Die Fachkraft lernt, die eigene Person (Gedanken, Körpergefühl, Emotionen und Verhalten) bewusst wahrzunehmen. Dies ist die Grundlage, um die eigene Körperspannung zu reduzieren und ruhig zu atmen, was wiederum die Voraussetzung für eine erfolgreiche Ko-Regulation ist.
- M – Mentalisieren: Basierend auf dem Ansatz von Fonagy bedeutet dies, eigene und fremde innere psychische Zustände (Gefühle, Bedürfnisse, Absichten) wahrzunehmen und im Handeln zu berücksichtigen. Man blickt hinter die „körperliche Hülle“, um Verhalten zu interpretieren.
- P – Perspektivwechsel: Hierbei wird insbesondere die traumapädagogische Haltung des „Gewichtigen Grundes“ eingenommen. Jedes Verhalten wird als entwicklungslogisch sinnvoll in der Geschichte des Gegenübers oder als „missglückter Mitteilungsversuch“ gewürdigt.
- A – Achtsamkeit: Es geht darum, im Kontakt präsent zu sein und eine Ausgewogenheit zwischen Nähe und Distanz zu wahren.
- T – Transparenz: Mitarbeitende schaffen Sicherheit durch Vorhersehbarkeit, indem sie sachlich erklären, was sie tun können und wofür sie zuständig sind. Jeder hat jederzeit ein Recht auf Klarheit.
- H – Halt geben: In emotionalen Krisen (z. B. Glasl Ebene 2) benötigen Betroffene Struktur, Orientierung und den Schutz ihrer Würde.
- I – Identifizierung der Bedürfnisse: Aggressives Verhalten wird als (oft dysfunktionaler) Ausdruck unerfüllter Grundbedürfnisse oder Ängste verstanden. Ziel ist es, den tatsächlichen Bedarf (z. B. nach Sicherheit oder Autonomie) zu erkennen.
- E – Entlastung schaffen: Durch Doables (kleine machbare Lösungen) und Co-Regulation wird das Ausmaß der Erregung beim Gegenüber aktiv reduziert, um die Rückkehr zu kognitiven Fähigkeiten und einer normalen Kommunikation zu ermöglichen
Was macht den Ansatz von GDB besonders?
Meine Fortbildung – praxisnah, integrativ, individuell
Sicher handeln & Sicherheit geben
Meine Schulungen gehen weit über klassische Trainings hinaus und vermitteln Fachkräften praxisnahe Strategien, um herausfordernde Situationen souverän, empathisch und präventiv zu steuern. Sie verbinden fachliches Wissen mit Haltung, Reflexion und Umsetzungskompetenz.
1. Professionelle Haltung (Mentalisierung & Traumapädagogik)
Teilnehmende entwickeln eine reflektierte Haltung, erkennen Bedürfnisse, innere Zustände und Schutzfunktionen hinter äußerem Verhalten und lernen, Aggression als Signal statt Defizit zu verstehen.
2. E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh als praktischer Kompass
Ein strukturiertes Haltungs- und Interventionskonzept unterstützt die Selbst- und Co-Regulation, gibt Orientierung in Krisen und stärkt den sicheren, deeskalierenden Umgang.
3. Entwicklungsdynamisches Verständnis (SEED 2 nach Došen)
Fachkräfte lernen, auf dem tatsächlichen emotionalen Bedürfnisniveau ihrer Klient:innen zu agieren und phasengerecht zu deeskalieren – inklusive der Besonderheiten im Umgang mit Menschen mit demenziellen oder psychischen Erkrankungen.
4. Analyse von Eskalationsdynamiken (Glasl/Oud)
Konfliktdynamiken werden frühzeitig erkannt, unterbrochen und professionell gesteuert – vom Reiz-Reaktions-Schema hin zu klarer Beziehungsgestaltung.
5. Nachsorge und psychische Gesundheit (Transfer)
Die Fortbildung findet direkt in den Räumlichkeiten Ihrer Einrichtung statt, damit Enge, Fluchtwege und reale Distanzzonen von Anfang an mitgedacht werden. Individuelle Interventionsübungen können auf Wunsch optional per Videoanalyse reflektiert werden, ein kostenloses Online-Follow-up nach 2–4 Monaten sichert den nachhaltigen Praxistransfer und trägt zur Prävention von Burnout bei.
Ihr Nutzen:
Ihre Mitarbeitenden werden zu sicheren Fachkräften, die nicht nur wissen, wie sie handeln, sondern auch verstehen, warum Situationen eskalieren und wie sie durch Empathie, Klarheit und souveränes Handeln präventiv agieren und professionell deeskalieren.
Warum sind Mentalisierung und eine traumasensible Haltung zentral für Gewaltprävention?
Weil nachhaltige Gewaltprävention Verstehen voraussetzt.
Mentalisierung ermöglicht es, eigenes und fremdes Verhalten in inneren Zuständen zu verorten – besonders in angespannten oder aggressiven Situationen.
Eine traumasensible Haltung nach Weiß ergänzt diesen Blick: Herausforderndes Verhalten wird nicht als Defizit verstanden, sondern häufig als aktiviertes Schutzmuster, das in belastenden Erfahrungen entstanden ist. Wer diesen „gewichtigen Grund“ hinter dem Verhalten erkennt, kann auch in eskalierenden Momenten klar, vorhersehbar und beziehungsorientiert handeln – die Grundvoraussetzung dafür, dass sich Klient:innen sicher genug fühlen, um sich zu öffnen, statt weiter zu eskalieren.
Individuelle Bedarfsanalyse für Ihre Einrichtung der Jugendhilfe oder Ihr Jugendamt
✓ 100% praxisnah
✓ wissenschaftlich fundiert
INHALTE DER INHOUSE-FORTBILDUNG
Die Inhalte werden individuell auf Ihre Einrichtung oder Behörde abgestimmt.
Mögliche Schwerpunkte sind:
- Mentalisierung als Schlüssel zur professionellen Deeskalation
- Eigene Haltung, Grenzen und Wirkung reflektieren
- Aggressions-, Gewalt- und Eskalationsdynamiken erkennen und einordnen
- Früherkennung von Eskalationsverläufen und Selbstschutz
- Deeskalierende Kommunikation und Beziehungsgestaltung
- Professionelle Deeskalationsstrategien
- Konfliktmanagement und deeskalierende Gesprächsführung mit Eltern und Familien
- Selbstschutz und Umgang mit eigenen emotionalen Reaktionen in der Biografiearbeit
- Umgang im Team mit herausforderndem Verhalten (Vorsorge und Nachsorge)
- Strukturiertes Debriefing und Dokumentation: Nachbereitung, Beziehungsreparatur und Lernchance nach kritischen Situationen
WIE LÄUFT EINE ANFRAGE AB?
Der Weg von der ersten Anfrage bis zur Durchführung ist klar strukturiert und für Sie jederzeit nachvollziehbar.
1. Anfrage stellen
Sie schildern kurz Ihren Bedarf – über das Kontaktformular oder telefonisch.
2. Bedarfsanalyse
In einem persönlichen Gespräch erfasse ich die konkreten Herausforderungen Ihres Teams und stimme die Inhalte gezielt darauf ab.
3. Individuelles Angebot
Sie erhalten eine auf Ihre Einrichtung zugeschnittene Schulung inklusive Terminvorschlag.
4. Durchführung und Nachsorge
Die Fortbildung findet direkt bei Ihnen vor Ort statt. Rund 2–4 Monate später folgt das kostenlose Online-Follow-up zur Sicherung des Praxistransfers.
