Inhouse Schulung Deeskalation Straffälligenhilfe

Inhouse-Schulung
zur Gewaltprävention & Deeskalation für
Einrichtungen der Straffälligenhilfe in Bayern

Aus reagieren wird verstehen. Aus oberflächlich wird fundiert. Aus kurzfristig wird nachhaltig.

Christopher Lindh - Deeskalationstraining

Dieses Angebot richtet sich an Einrichtungen der Straffälligenhilfe, die eine Inhouse-Schulung für ihre Mitarbeitenden buchen möchten – insbesondere für Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagog:innen und Bewährungshelfer:innen im direkten Kontakt mit Klient:innen.

Suchen Sie stattdessen eine berufliche Weiterbildung für Einzelpersonen? Hier geht es zum Kompetenzzentrum und den passenden Fortbildungen.

Mitarbeitende in der Straffälligenhilfe erleben Eskalationen oft anders als andere Berufsfelder

Existenzielle Notlagen, tiefes Misstrauen gegenüber Institutionen, der Druck aus Bewährungsauflagen und die Folgen struktureller Frustration mit Behörden überlagern sich bei Klient:innen der Straffälligenhilfe – und machen Situationen für Fachkräfte schwer einschätzbar. Hinzu kommt vereinzelt eine besondere Gesprächsdynamik: Klient:innen bringen ihre Delinquenzbiografie gezielt oder unbewusst als Druckmittel in Gespräche ein, was für Fachkräfte eine eigene Form der Belastung darstellt. Viele wissen theoretisch, was in solchen Momenten zu tun wäre, und erleben dennoch, wie schwer es ist, im entscheidenden Augenblick tatsächlich handlungssicher zu bleiben.

Genau an dieser Wissen-Handeln-Lücke setzt mein integrierter Deeskalationsrahmen an – speziell übertragen auf die Realität von ambulanter und stationärer Straffälligenhilfe sowie der Bewährungshilfe.

Ich verbinde wissenschaftliche Erkenntnisse aus Mentalisierungstheorie, Traumapädagogik, Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Konfliktdynamik zu einem strukturierten, praxistauglichen Deeskalationssystem – von der inneren Haltung über das Verständnis der Eskalationsdynamik und die konkrete Intervention bis hin zum strukturierten Debriefing und zur nachhaltigen Transfersicherung im Berufsalltag Ihrer Einrichtung.

„Deeskalation beginnt nicht im Außen – sie beginnt in uns selbst!“

Kennen Sie diese herausfordernden Situationen aus Ihrer Arbeit in der Straffälligenhilfe?

Der Alltag in der Straffälligenhilfe stellt Fachkräfte immer wieder vor Momente, die kaum planbar sind – hier ein Einblick in typische Fallkonstellationen:

Physische Dominanz im engen Raum: Nach einem Sozialtraining in der Täterarbeit sucht ein Klient das Vieraugengespräch im Gruppenraum. Plötzlich steht er auf, baut sich physisch sehr nah vor der Fachkraft auf, schneidet den Fluchtweg ab und raunt aggressiv: „Sowas wie hier habe ich gar nicht nötig!“

Systemischer Frust / Die Behörden-Projektion: Ein Klient hatte einen frustrierenden Termin beim Jobcenter oder der Bewährungshilfe, bei dem ihm Leistungen gestrichen wurden. Er kommt hoch erregt und wütend in die Beratung der Straffälligenhilfe und projiziert seinen gesamten systemischen Frust auf die Fachkraft. Er schreit, beschimpft die Mitarbeitenden und droht, die Einrichtung zu beschädigen.

Drohender Wohnraumverlust / Existenzielle Eskalation: Aufgrund wiederholter, massiver Regelverstöße im Betreuten Wohnen muss einem Klienten die Kündigung beziehungsweise der drohende Verlust seines Wohnplatzes mitgeteilt werden. Der Klient reagiert hochgradig emotional, lautstark und verbal aggressiv.

Instrumentalisierung der Delinquenzbiografie: Im Rahmen eines Gesprächs über Hausregeln, Mitwirkungspflichten oder Vereinbarungen beginnt ein Klient scheinbar beiläufig, von seiner kriminellen Vergangenheit zu erzählen. Er berichtet ausführlich von schweren Gewaltdelikten, Erfahrungen im kriminellen Milieu oder davon, wie im Strafvollzug mit „Verrätern“ umgegangen wurde. Die Inhalte stehen kaum in Zusammenhang mit dem eigentlichen Gesprächsthema.

Misstrauen gegenüber Institutionen: Ein Klient mit langjähriger Hafterfahrung und ausgeprägtem Misstrauen gegenüber Behörden weigert sich, notwendige Dokumente zu unterschreiben oder Angaben zu seiner finanziellen Situation zu machen. Als die Fachkraft die Bedeutung der Unterlagen erklärt, reagiert der Klient zunehmend angespannt und schließlich verbal aggressiv. Er beschuldigt die Einrichtung, ihn überwachen, ausspionieren oder Informationen an Polizei, Staatsanwaltschaft oder andere Behörden weitergeben zu wollen.

Genau für solche und weitere Situationen entwickle ich mit Ihrem Team praxisnahe, sofort anwendbare Handlungssicherheit.

Für welche Einrichtungen der Straffälligenhilfe ist die Schulung geeignet?

Meine Inhouse-Fortbildungen richten sich an Einrichtungen und Organisationen, in denen Fachkräfte mit herausforderndem Verhalten von Klient:innen im Kontext von Straffälligkeit, Bewährung und Wiedereingliederung konfrontiert sind:

  • Ambulante und stationäre Straffälligenhilfe
  • Betreutes Wohnen für Straffällige und Haftentlassene
  • Bewährungshilfe
  • Einrichtungen der Wiedereingliederungshilfe
  • Übergangswohnheime
  • Soziale Trainingskurse und Täterarbeit

Wie Teilnehmende die Wirkung meiner Inhouse-Schulungen beschreiben

– Mitarbeitende der Ordenswerke des Deutschen Ordens –

Warum DIESE Fortbildung - Mehrwert für Fachkräfte, Einrichtung & Klient:innen!

Mein Fokus liegt auf einem praxisnahen Deeskalationstraining, das eine professionelle, mentalisierungs- und traumasensible Haltung entwickelt – zum Schutz der Mitarbeitenden und für eine stabile Beziehungsgestaltung mit Klient:innen der Straffälligenhilfe.

Viele Fachkräfte wissen, was in Eskalationssituationen zu tun wäre – und erleben dennoch, wie schwer es sein kann, präventiv oder im entscheidenden Moment tatsächlich handlungssicher zu agieren, insbesondere wenn existenzieller Druck, Misstrauen gegenüber Institutionen oder eine bewusst eingesetzte Delinquenzbiografie das Verhalten von Klient:innen unberechenbar machen.

Meine Arbeit setzt genau dort an: wissenschaftlich fundiert – auf Basis von Fonagy, Weiß, Glasl, Oud, Došen und Siegel – und konsequent praxisorientiert. Sie verbindet den Aufbau einer professionellen Grundhaltung mit konkreten, praxistauglichen Methoden für den Umgang mit verbalen Eskalationen, körperlichen Übergriffen und kritischen Grenzsituationen in der Arbeit mit straffälligen Menschen. Anhand realistischer Fallbeispiele aus der Straffälligenhilfe lernen Fachkräfte, eskalierende Dynamiken frühzeitig zu erkennen, gezielt zu deeskalieren und auch bei körperlichen Übergriffen situationsgerecht zu handeln.

  • Reduzierte Eskalationen und Überforderungssituationen: Höhere Sicherheit im direkten Kontakt mit Klient:innen in existenziellen Krisen oder mit ausgeprägtem Misstrauen gegenüber Institutionen
  • Gestärkte, reflektierte und handlungssichere Mitarbeitende: Souveränität auch bei physischer Dominanz, Einschüchterung oder systemischer Projektion
  • Gemeinsame professionelle Haltung im Umgang mit herausforderndem Verhalten: Einheitliches Vorgehen schafft Vertrauen und Klarheit
  • Sicherer Umgang mit Instrumentalisierung: Klare Handlungsstrategien, wenn Klient:innen ihre Vergangenheit gezielt als Druckmittel einsetzen
  • Eigensicherung in körperlich bedrohlichen Situationen: Handlungssicherheit bei räumlicher Bedrängung oder abgeschnittenen Fluchtwegen
  • Verbesserte Teamkommunikation: Effektiver Austausch und gegenseitige Unterstützung im Berufsalltag
  • Nachhaltige Mitarbeitergesundheit: Weniger psychische Belastung, mehr Handlungssicherheit
  • Langfristige Entlastung von Mitarbeitenden und Leitung: Höhere Arbeitszufriedenheit und Bindung der Fachkräfte an Ihre Einrichtung
  • Kleine Gruppengröße: Maximal 18 Teilnehmende ermöglichen individuelle Fallarbeit und intensive Begleitung
  • Nachhaltiger Praxistransfer: Ein kostenloses Online-Follow-up nach 2–4 Monaten sichert die Umsetzung im Arbeitsalltag

Meine Fortbildungen stärken Ihre Fachkräfte dabei:

  • Dynamiken von Gewalt, Misstrauen und struktureller Frustration besser zu verstehen, zu erkennen und professionell zu begegnen
  • eigenes und fremdes Handeln im Kontext der Straffälligenhilfe sicherer einzuordnen
  • auch bei bewusster Einschüchterung oder Manipulation professionell und selbstsicher zu bleiben
  • handlungsfähig zu bleiben – fachlich fundiert, reflektiert und nachhaltig, um sicher zu handeln und Sicherheit zu geben

MEIN ANSATZ

Das Fundament: HALTUNG: Echte Deeskalation basiert auf Mentalisierung (nach Fonagy) und einer traumapädagogischen Grundhaltung (Weiß). Ich unterstütze Ihre Fachkräfte dabei, vom automatisierten Reiz-Reaktions-Schema zu einer professionellen Beziehungsgestaltung mit Klient:innen der Straffälligenhilfe zu finden. Das E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh (Marke angemeldet beim EUIPO) dient hierbei als praktischer Kompass, strukturierender Rahmen und praxistauglicher (Co)Regulations- und Interventionsleitfaden für den Beratungsalltag.

Die Analyse: EINORDNUNG: Nur wer Dynamiken versteht, kann sie unterbrechen. Ich nutze die Eskalations- und Entwicklungslogik nach Glasl/Oud, um Konfliktdynamiken – etwa bei systemischer Projektion oder existenziellem Druck – frühzeitig zu lesen und die passende Strategie zu wählen. Ergänzt wird dies durch das „Window of Tolerance“ von Dr. D. Siegel sowie Erkenntnisse zur Über- und Untererregung, die besonders bei Klient:innen mit Hafterfahrung relevant sind.

Das Handeln: INTERVENTION: Hier wird Wissen zu Wirksamkeit. Ich vermittle konkretes, akutes Konfliktmanagement und deeskalative Kommunikation für den Umgang mit aggressiven, misstrauischen oder manipulativ auftretenden Klient:innen – bei dem der Eigenschutz Ihrer Mitarbeitenden immer an erster Stelle steht.

Das Ziel: TRANSFER: Kompetenz beweist sich nach der Krise. Durch gezielte Methoden zur Nachsorge, strukturiertes Debriefing und Stabilisierung sichere ich den langfristigen Lernerfolg und die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden. Strukturiertes Debriefing ist dabei weit mehr als Nachbereitung: Es ist Beziehungsreparatur, professionelle Grenzsetzung und Lernchance – und wirkt einer sekundären Traumatisierung wirksam entgegen.

Individuelle Bedarfsanalyse für Ihre Einrichtung oder Organisation

✓ 100% praxisnah 

✓ wissenschaftlich fundiert 

FAQ - Häufige Fragen

In vielen Fällen ja. Arbeitgeber sind nach § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG verpflichtet, psychische Belastungen – auch durch Gewalt und Aggression – in ihre Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen. Aus den §§ 4 und 12 ArbSchG ergibt sich daraus eine konkrete Schulungspflicht für die Beschäftigten. Die Berufsgenossenschaften (z. B. die BGW) konkretisieren diese Pflicht zusätzlich und fordern ein systematisches Aggressions- und Deeskalationsmanagement.

Ja. Die Inhouse-Fortbildung „Handlungssicher kompakt“ ist als Bildungsleistung nach § 4 Nr. 21 UStG anerkannt und wird umsatzsteuerfrei erbracht. Für Einrichtungen aus dem öffentlichen und sozialen Sektor entsteht dadurch ein unmittelbarer Kostenvorteil von 19 % gegenüber umsatzsteuerpflichtigen Anbietern.

Ja.
Die Inhalte sind so aufgebaut, dass sowohl erfahrene Fachkräfte als auch Teams ohne spezielle Vorerfahrung profitieren.

Sehr individuell
Die Fortbildung wird gezielt auf den spezifischen Arbeitskontext, die individuellen Herausforderungen Ihrer Einrichtung und die Teilnehmenden zugeschnitten. So stelle ich sicher, dass die Inhalte praxisnah, relevant und direkt umsetzbar sind.

HALTUNG & METHODIK

In meinen Fortbildungen lernen Fachkräfte nicht nur, was sie in kritischen Momenten tun können, sondern warum Situationen im Kontext von Straffälligkeit, existenzieller Not oder institutionellem Misstrauen eskalieren – und wie Deeskalation trotz Einschüchterung, Projektion oder Manipulation gelingt.

Das bedeutet:

  • Verständliche Theorie mit direktem Praxisbezug zur Straffälligenhilfe
  • Arbeit an realen Situationen aus dem Berufsalltag Ihrer Einrichtung – existenzielle Krisen, systemischer Frust, Instrumentalisierung der eigenen Biografie
  • Raum für Reflexion, Austausch und Fragen zu schwierigen Fallkonstellationen

Im Mittelpunkt stehen:

  • Beziehung statt Macht – auch gegenüber Klient:innen in akuten Drohungs- oder Einschüchterungssituationen
  • Verstehen statt vorschnellem Handeln – Verhalten wird als Ausdruck von existenzieller Not oder institutionellem Misstrauen gelesen, nicht als persönlicher Angriff
  • Sicherheit durch Klarheit, nicht durch Kontrolle
  • Professionelle Haltung als Grundlage jeder Intervention – gerade wenn Klient:innen gezielt Druck aufbauen oder manipulativ auftreten
  • Klare Grenzen halten, auch unter Druck
  • Klare Grenzsetzung bei Instrumentalisierung – souverän bleiben, ohne die Beziehung zu gefährden, auch wenn die eigene Delinquenzbiografie als Druckmittel eingesetzt wird

Methodisch arbeite ich mit:

  • theoretischen Impulsen
  • echten Fallbeispielen aus der Praxis Ihrer Fachkräfte
  • Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung im Kontakt mit Klient:innen der Straffälligenhilfe
  • Transferhilfen für den Arbeitsalltag Ihrer Einrichtung

Ziel ist nachhaltige Handlungssicherheit im Umgang mit Aggression und institutionellem Misstrauen, nicht kurzfristige Beruhigung.

FAQ - Häufige Fragen

Das Fundament und der Rahmen: Die acht Komponenten von E.M.P.A.T.H.I.E.

Das Akronym beschreibt einen strukturierten Prozess der Wahrnehmung und Interaktion, der darauf abzielt, das Reiz-Reaktions-Schema zu durchbrechen und eine professionelle Beziehungsgestaltung zu ermöglichen:

  • E – Eigenwahrnehmung: Die Fachkraft lernt, die eigene Person (Gedanken, Körpergefühl, Emotionen und Verhalten) bewusst wahrzunehmen. Dies ist die Grundlage, um die eigene Körperspannung zu reduzieren und ruhig zu atmen, was wiederum die Voraussetzung für eine erfolgreiche Ko-Regulation ist.
  • M – Mentalisieren: Basierend auf dem Ansatz von Fonagy bedeutet dies, eigene und fremde innere psychische Zustände (Gefühle, Bedürfnisse, Absichten) wahrzunehmen und im Handeln zu berücksichtigen. Man blickt hinter die „körperliche Hülle“, um Verhalten zu interpretieren.
  • P – Perspektivwechsel: Hierbei wird insbesondere die traumapädagogische Haltung des „Gewichtigen Grundes“ eingenommen. Jedes Verhalten wird als entwicklungslogisch sinnvoll in der Geschichte des Gegenübers oder als „missglückter Mitteilungsversuch“ gewürdigt.
  • A – Achtsamkeit: Es geht darum, im Kontakt präsent zu sein und eine Ausgewogenheit zwischen Nähe und Distanz zu wahren.
  • T – Transparenz: Mitarbeitende schaffen Sicherheit durch Vorhersehbarkeit, indem sie sachlich erklären, was sie tun können und wofür sie zuständig sind. Jeder hat jederzeit ein Recht auf Klarheit.
  • H – Halt geben: In emotionalen Krisen (z. B. Glasl Ebene 2) benötigen Betroffene Struktur, Orientierung und den Schutz ihrer Würde.
  • I – Identifizierung der Bedürfnisse: Aggressives Verhalten wird als (oft dysfunktionaler) Ausdruck unerfüllter Grundbedürfnisse oder Ängste verstanden. Ziel ist es, den tatsächlichen Bedarf (z. B. nach Sicherheit oder Autonomie) zu erkennen.
  • E – Entlastung schaffen: Durch Doables (kleine machbare Lösungen) und Co-Regulation wird das Ausmaß der Erregung beim Gegenüber aktiv reduziert, um die Rückkehr zu kognitiven Fähigkeiten und einer normalen Kommunikation zu ermöglichen

Meine Fortbildung – praxisnah, integrativ, individuell

Sicher handeln & Sicherheit geben

Meine Schulungen gehen weit über klassische Trainings hinaus und vermitteln Fachkräften praxisnahe Strategien, um herausfordernde Situationen souverän, empathisch und präventiv zu steuern. Sie verbinden fachliches Wissen mit Haltung, Reflexion und Umsetzungskompetenz.

1. Professionelle Haltung (Mentalisierung & Traumapädagogik)
Teilnehmende entwickeln eine reflektierte Haltung, erkennen Bedürfnisse, innere Zustände und Schutzfunktionen hinter äußerem Verhalten und lernen, Aggression als Signal statt Defizit zu verstehen.

2. E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh als praktischer Kompass
Ein strukturiertes Haltungs- und Interventionskonzept unterstützt die Selbst- und Co-Regulation, gibt Orientierung in Krisen und stärkt den sicheren, deeskalierenden Umgang.

3. Entwicklungsdynamisches Verständnis (SEED 2 nach Došen)
Fachkräfte lernen, auf dem tatsächlichen emotionalen Bedürfnisniveau ihrer Klient:innen zu agieren und phasengerecht zu deeskalieren – inklusive der Besonderheiten im Umgang mit Menschen mit demenziellen oder psychischen Erkrankungen.

4. Analyse von Eskalationsdynamiken (Glasl/Oud)
Konfliktdynamiken werden frühzeitig erkannt, unterbrochen und professionell gesteuert – vom Reiz-Reaktions-Schema hin zu klarer Beziehungsgestaltung.

5. Nachsorge und psychische Gesundheit (Transfer)
Die Fortbildung findet direkt in den Räumlichkeiten Ihrer Einrichtung statt, damit Enge, Fluchtwege und reale Distanzzonen von Anfang an mitgedacht werden. Individuelle Interventionsübungen können auf Wunsch optional per Videoanalyse reflektiert werden, ein kostenloses Online-Follow-up nach 2–4 Monaten sichert den nachhaltigen Praxistransfer und trägt zur Prävention von Burnout bei.

Ihr Nutzen:
Ihre Mitarbeitenden werden zu sicheren Fachkräften, die nicht nur wissen, wie sie handeln, sondern auch verstehen, warum Situationen eskalieren und wie sie durch Empathie, Klarheit und souveränes Handeln präventiv agieren und professionell deeskalieren.

Weil nachhaltige Gewaltprävention Verstehen voraussetzt.

Mentalisierung ermöglicht es, eigenes und fremdes Verhalten in inneren Zuständen zu verorten – besonders in angespannten oder aggressiven Situationen.

Eine traumasensible Haltung nach Weiß ergänzt diesen Blick: Herausforderndes Verhalten wird nicht als Defizit verstanden, sondern häufig als aktiviertes Schutzmuster, das in belastenden Erfahrungen entstanden ist. Wer diesen „gewichtigen Grund“ hinter dem Verhalten erkennt, kann auch in eskalierenden Momenten klar, vorhersehbar und beziehungsorientiert handeln – die Grundvoraussetzung dafür, dass sich Klient:innen sicher genug fühlen, um sich zu öffnen, statt weiter zu eskalieren.

Individuelle Bedarfsanalyse für Ihre Einrichtung der Straffälligenhilfe

✓ 100% praxisnah 

✓ wissenschaftlich fundiert 

INHALTE DER INHOUSE-FORTBILDUNG

Die Inhalte werden individuell auf Ihre Einrichtung abgestimmt.

Mögliche Schwerpunkte sind:

  • Mentalisierung als Schlüssel zur professioneller Deeskalation
  • Eigene Haltung, Grenzen und Wirkung reflektieren
  • Aggressions-, Gewalt- und Eskalationsdynamiken erkennen und einordnen
  • Früherkennung von Eskalationsverläufen und Selbstschutz
  • Deeskalierende Kommunikation und Beziehungsgestaltung
  • Professionelle Deeskalationsstrategien
  • Umgang im Team mit herausforderndem Verhalten (Vorsorge und Nachsorge)
  • Strukturiertes Debriefing und Dokumentation: Nachbereitung, Beziehungsreparatur und Lernchance nach kritischen Situationen
Ziel ist nicht kurzfristige Beruhigung, sondern langfristige professionelle Handlungssicherheit.
Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden sind ausdrücklich erwünscht und fließen aktiv in die Fortbildung ein.

WIE LÄUFT EINE ANFRAGE AB?

Der Weg von der ersten Anfrage bis zur Durchführung ist klar strukturiert und für Sie jederzeit nachvollziehbar.

1. Anfrage stellen
Sie schildern kurz Ihren Bedarf – über das Kontaktformular oder telefonisch.

2. Bedarfsanalyse
In einem persönlichen Gespräch erfasse ich die konkreten Herausforderungen Ihres Teams und stimme die Inhalte gezielt darauf ab.

3. Individuelles Angebot
Sie erhalten eine auf Ihre Einrichtung zugeschnittene Schulung inklusive Terminvorschlag.

4. Durchführung und Nachsorge
Die Fortbildung findet direkt bei Ihnen vor Ort statt. Rund 2–4 Monate später folgt das kostenlose Online-Follow-up zur Sicherung des Praxistransfers.

INHOUSE-FORTBILDUNG

Fokus: Ihre gesamte Einrichtung / Ihr Team

Ort: Direkt bei Ihnen vor Ort (bayernweit)

Inhalt: Individuell auf Ihre Bedarfe angepasst

Vorteil: Gemeinsame Haltung im gesamten Team

OFFENE-FORTBILDUNG

Fokus: Einzelne Fachkräfte & Selbstzahler

Ort: Zentrale Seminarräume oder Online

Inhalt: Festgelegte Schwerpunkte & Austausch

Vorteil: Vernetzung mit anderen Fachbereichen