Inhouse-Schulung · Suchthilfe & Suchtberatung

Inhouse-Schulung zur Gewaltprävention & Deeskalation für Suchthilfe & Suchtberatung in Bayern

Dieses Angebot richtet sich an Einrichtungen der Suchthilfe, die eine Inhouse-Schulung für ihre Mitarbeitenden buchen möchten.

Inhouse bei Ihnen vor OrtIndividuelle BedarfsanalyseIn ganz Bayern
Christopher Lindh - Deeskalationstraining
Ausgangslage

Mitarbeitende in der Suchthilfe erleben Eskalationen oft anders als andere Berufsfelder

„Deeskalation beginnt nicht im Außen – sie beginnt in uns selbst!“

Substanzwirkung, Entzugserscheinungen, psychische Instabilität und soziale Notlagen überlagern sich – und machen Situationen für Fachkräfte schwer einschätzbar. Viele wissen theoretisch, was in solchen Momenten zu tun wäre, und erleben dennoch, wie schwer es ist, im entscheidenden Augenblick tatsächlich handlungssicher zu bleiben.

Genau an dieser Wissen-Handeln-Lücke setzt mein integrierter Deeskalationsrahmen an – speziell übertragen auf die Realität von Suchtberatung, Entzug und Suchttherapie.

Ich verbinde wissenschaftliche Erkenntnisse aus Mentalisierungstheorie, Traumapädagogik, Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Konfliktdynamik zu einem strukturierten, praxistauglichen Deeskalationssystem – von der inneren Haltung über das Verständnis der Eskalationsdynamik und die konkrete Intervention bis hin zum strukturierten Debriefing und zur nachhaltigen Transfersicherung im Berufsalltag Ihrer Einrichtung.

Fallbeispiele

Kennen Sie diese herausfordernden Situationen aus Ihrer Arbeit in der Suchthilfe?

Der Alltag in der Suchthilfe stellt Fachkräfte immer wieder vor Momente, die kaum planbar sind – hier ein Einblick in typische Fallkonstellationen:

01

Craving-bedingter Trotz

Eine Person unter starkem körperlichem Craving schreit „Ich halte das nicht aus!“, wirft Gegenstände, tritt um sich oder will sofort raus, um „etwas zu besorgen“. Worte allein erreichen sie in diesem Moment nicht mehr.

02

Sensorische Überforderung / Panik im Entzug

Bei Alkohol-, Benzo- oder Opioidentzug hält sich die Person die Ohren zu, wippt stark, wirkt panisch, schwitzt oder dissoziiert.

03

Craving-induzierte Aggression

Massiver Suchtdruck führt zu Unruhe, Drohungen oder aggressivem Fordern – etwa „Gib mir jetzt sofort etwas, sonst…!“ Häufig bei Opioiden, Stimulanzien oder Alkohol.

04

Paranoide Reaktion

Die Person ist überzeugt, dass das Team sie vergiften, ausspionieren oder hintergehen will – mit starken Ängsten, Vorwürfen oder Fluchtimpulsen. Kommt u. a. bei Stimulanzien-Konsum oder Entzugspsychosen vor.

05

Post-Akute Entzugsphase (PAWS)

Wochen bis Monate nach dem akuten Entzug: anhaltende Reizbarkeit, plötzliche Wutausbrüche, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme und depressive Scham – „Ich schaff das sowieso nie.“

Genau für solche und weitere Situationen entwickle ich mit Ihrem Team praxisnahe, sofort anwendbare Handlungssicherheit.

Zielgruppen

Für welche Suchthilfe-Einrichtungen ist die Schulung geeignet?

Meine Inhouse-Fortbildungen richten sich an Einrichtungen und Organisationen, in denen Menschen mit herausforderndem Verhalten im Kontext von Abhängigkeitserkrankungen arbeiten:

Ambulante und stationäre Suchtberatungsstellen
Entgiftungs- und Entzugsstationen
Fachkliniken für Suchttherapie und Doppeldiagnosen
Betreute Wohnformen für suchtkranke Menschen
Einrichtungen mit Suchtbezug in der Wohnungsnotfallhilfe
Straffälligenhilfe mit suchtkranker Klientel
Wie Teilnehmende die Wirkung meiner Inhouse-Schulungen beschreiben
„Am Ende blieb das Gefühl, gemeinsam etwas Wichtiges bewegt zu haben:
Die Fortbildung vermittelte nicht nur Wissen, sondern schuf Verbindung, Verständnis und Zuversicht für ein respektvolles und sicheres Miteinander.“
– Mitarbeitende der Ordenswerke des Deutschen Ordens –
Mehrwert

Warum DIESE Fortbildung - Mehrwert für Fachkräfte, Einrichtung & Klient:innen!

Mein Fokus liegt auf einem praxisnahen Deeskalationstraining, das eine professionelle, mentalisierungs- und traumasensible Haltung entwickelt – zum Schutz der Mitarbeitenden und für eine stabile Beziehungsgestaltung mit Klient:innen in Abhängigkeitserkrankungen.

Viele Fachkräfte wissen, was in Eskalationssituationen zu tun wäre – und erleben dennoch, wie schwer es sein kann, präventiv oder im entscheidenden Moment tatsächlich handlungssicher zu agieren, insbesondere wenn Substanzwirkung oder Entzug das Verhalten von Klient:innen unberechenbar machen.

Meine Arbeit setzt genau dort an: wissenschaftlich gestützt – auf Basis von Fonagy, Weiß, Glasl, Oud, Došen und Siegel – und konsequent praxisorientiert. Sie verbindet den Aufbau einer professionellen Grundhaltung mit konkreten, praxistauglichen Methoden für den Umgang mit verbalen Eskalationen, körperlichen Übergriffen und kritischen Grenzsituationen in der Klientenarbeit. Anhand realistischer Fallbeispiele aus der Suchthilfe lernen Fachkräfte, eskalierende Dynamiken frühzeitig zu erkennen, gezielt zu deeskalieren und auch bei körperlichen Übergriffen situationsgerecht zu handeln.

Reduzierte Eskalationen und ÜberforderungssituationenHöhere Sicherheit im direkten Kontakt mit Klient:innen in Abhängigkeitserkrankungen
Gestärkte, reflektierte und handlungssichere MitarbeitendeSouveränität auch bei Intoxikation, Entzug oder psychischer Instabilität
Gemeinsame professionelle Haltungim Umgang mit herausforderndem Verhalten: Einheitliches Vorgehen schafft Vertrauen und Klarheit
Verbesserte TeamkommunikationEffektiver Austausch und gegenseitige Unterstützung im Berufsalltag
Nachhaltige MitarbeitergesundheitWeniger psychische Belastung, mehr Handlungssicherheit
Langfristige Entlastung von Mitarbeitenden und LeitungHöhere Arbeitszufriedenheit und Bindung der Fachkräfte an Ihre Einrichtung
Kleine GruppengrößeMaximal 18 Teilnehmende ermöglichen individuelle Fallarbeit und intensive Begleitung
Nachhaltiger PraxistransferEin kostenloses Online-Follow-up nach 2–4 Monaten sichert die Umsetzung im Arbeitsalltag

Meine Fortbildungen stärken Ihre Fachkräfte dabei:

  • Dynamiken von Gewalt und Craving besser zu verstehen, zu erkennen und professionell zu begegnen
  • eigenes und fremdes Handeln im Suchtkontext sicherer einzuordnen
  • handlungsfähig zu bleiben – fachlich fundiert, reflektiert und nachhaltig, um sicher zu handeln und Sicherheit zu geben
Das LINDH-Modell

MEIN ANSATZ

Das LINDH-Modell – Von der inneren Haltung zur sicheren Intervention
Das LINDH-Modell – Von der inneren Haltung zur sicheren Intervention
Was aufgebaut wird: die LINDH-Kompetenzpyramide (zum Vergrößern klicken)
E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh: acht Schritte von der Selbstregulation zur Co-Regulation – Eigenwahrnehmung schärfen, Mentalisieren, Perspektive wechseln, Achtsam sein, Transparenz schaffen, Halt geben, Innere Bedürfnisse erkennen, Entlastung schaffen
Das E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh (zum Vergrößern klicken)
01

Das Fundament: HALTUNG

Tragfähige Deeskalation basiert auf Mentalisierung (nach Fonagy) und einer traumapädagogischen Grundhaltung (Weiß). Ich unterstütze Ihre Fachkräfte dabei, vom automatisierten Reiz-Reaktions-Schema zu einer professionellen Beziehungsgestaltung mit suchtkranken Klient:innen zu finden. Das E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh (Marke beim EUIPO angemeldet) dient hierbei als praktischer Kompass, strukturierender Rahmen und praxistauglicher (Co)Regulations- und Interventionsleitfaden für den Beratungs- und Betreuungsalltag.

02

Die Analyse: EINORDNUNG

Nur wer Dynamiken versteht, kann sie unterbrechen. Ich nutze die Eskalations- und Entwicklungslogik nach Glasl/Oud, um Konfliktdynamiken – etwa im Entzug oder bei Substanzwirkung – frühzeitig zu lesen und die passende Strategie zu wählen. Ergänzt wird dies durch das „Window of Tolerance“ von Dr. D. Siegel sowie Erkenntnisse zur Über- und Untererregung, die im Suchtkontext besonders relevant sind.

03

Das Handeln: INTERVENTION

Hier wird Wissen zu Wirksamkeit. Ich vermittle konkretes, akutes Konfliktmanagement und deeskalative Kommunikation für den Umgang mit intoxikierten, entzügigen oder psychisch instabilen Klient:innen – bei dem der Eigenschutz Ihrer Mitarbeitenden immer an erster Stelle steht.

04

Das Ziel: TRANSFER

Kompetenz beweist sich nach der Krise. Durch gezielte Methoden zur Nachsorge, strukturiertes Debriefing und Stabilisierung sichere ich den langfristigen Lernerfolg und die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden. Strukturiertes Debriefing ist dabei weit mehr als Nachbereitung: Es ist Beziehungsreparatur, professionelle Grenzsetzung und Lernchance – und wirkt einer sekundären Traumatisierung wirksam entgegen.

Haltung & Methodik

HALTUNG & METHODIK

In meinen Fortbildungen lernen Fachkräfte nicht nur, was sie in kritischen Momenten tun können, sondern warum Situationen im Kontext von Sucht eskalieren – und wie Deeskalation trotz Craving, Entzug oder psychischer Instabilität gelingt.

Das bedeutet:

  • Verständliche Theorie mit direktem Praxisbezug zur Suchthilfe
  • Arbeit an realen Situationen aus dem Berufsalltag Ihrer Einrichtung – Entzug, Intoxikation, Rückfall, Doppeldiagnose
  • Raum für Reflexion, Austausch und Fragen zu schwierigen Fallkonstellationen

Im Mittelpunkt stehen:

  • Beziehung statt Macht – auch gegenüber Klient:innen in akuten Suchtdruck-Situationen
  • Verstehen statt vorschnellem Handeln – Verhalten wird als Symptom der Erkrankung gelesen, nicht als persönlicher Angriff
  • Sicherheit durch Klarheit, nicht durch Kontrolle
  • Professionelle Haltung als Grundlage jeder Intervention – gerade wenn Klient:innen durch Substanzwirkung schwer einschätzbar sind

Methodisch arbeite ich mit:

  • theoretischen Impulsen
  • echten Fallbeispielen aus der Praxis Ihrer Fachkräfte
  • Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung im Kontakt mit suchtkranken Klient:innen
  • Transferhilfen für den Arbeitsalltag Ihrer Einrichtung

Ziel ist nachhaltige Handlungssicherheit im Umgang mit Sucht und Aggression, nicht kurzfristige Beruhigung.

Individuelle Bedarfsanalyse für Ihre Einrichtung oder Organisation

100% praxisnahwissenschaftlich gestützt
Inhalte

INHALTE DER INHOUSE-FORTBILDUNG

Die Inhalte werden individuell auf Ihre Einrichtung abgestimmt.

Mögliche Schwerpunkte sind:

Mentalisierung als Schlüssel zur professionellen Deeskalation
Eigene Haltung, Grenzen und Wirkung reflektieren
Aggressions-, Gewalt- und Eskalationsdynamiken erkennen und einordnen
Früherkennung von Eskalationsverläufen und Selbstschutz
Deeskalierende Kommunikation und Beziehungsgestaltung
Professionelle Deeskalationsstrategien
Umgang im Team mit herausforderndem Verhalten (Vorsorge und Nachsorge)
Strukturiertes Debriefing und Dokumentation: Nachbereitung, Beziehungsreparatur und Lernchance nach kritischen Situationen

Ziel ist nicht kurzfristige Beruhigung, sondern langfristige professionelle Handlungssicherheit.

Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden sind ausdrücklich erwünscht und fließen aktiv in die Fortbildung ein.

Ablauf

WIE LÄUFT EINE ANFRAGE AB?

Der Weg von der ersten Anfrage bis zur Durchführung ist klar strukturiert und für Sie jederzeit nachvollziehbar.

1

Anfrage stellen

Sie schildern kurz Ihren Bedarf – über das Kontaktformular oder telefonisch.

2

Bedarfsanalyse

In einem persönlichen Gespräch erfasse ich die konkreten Herausforderungen Ihres Teams und stimme die Inhalte gezielt darauf ab.

3

Individuelles Angebot

Sie erhalten eine auf Ihre Einrichtung zugeschnittene Schulung inklusive Terminvorschlag.

4

Durchführung und Nachsorge

Die Fortbildung findet direkt bei Ihnen vor Ort statt. Rund 2–4 Monate später folgt das kostenlose Online-Follow-up zur Sicherung des Praxistransfers.

Format wählen

Inhouse oder offen?

INHOUSE-FORTBILDUNG

Fokus
Ihre gesamte Einrichtung / Ihr Team
Ort
Direkt bei Ihnen vor Ort (bayernweit)
Inhalt
Individuell auf Ihre Bedarfe angepasst
Vorteil
Gemeinsame Haltung im gesamten Team
Gemeinsam SICHERHEIT gestalten - jetzt anfragen!

OFFENE-FORTBILDUNG

Fokus
Einzelne Fachkräfte & Selbstzahler
Ort
Zentrale Seminarräume
Inhalt
Festgelegte Schwerpunkte & Austausch
Vorteil
Vernetzung mit anderen Fachbereichen
Offene Fortbildungstage & Termine ansehen
FAQ

FAQ - Häufige Fragen

Sind Einrichtungen gesetzlich zur Schulung verpflichtet?

In vielen Fällen ja. Arbeitgeber sind nach § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG verpflichtet, psychische Belastungen – auch durch Gewalt und Aggression – in ihre Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen. Aus den §§ 4 und 12 ArbSchG ergibt sich daraus eine konkrete Schulungspflicht für die Beschäftigten. Die Berufsgenossenschaften (z. B. die BGW) konkretisieren diese Pflicht zusätzlich und fordern ein systematisches Aggressions- und Deeskalationsmanagement.

Ist die Fortbildung umsatzsteuerfrei?

Ja. Die Inhouse-Fortbildung „Handlungssicher kompakt“ ist als Bildungsleistung nach § 4 Nr. 21 UStG anerkannt und wird umsatzsteuerfrei erbracht. Für Einrichtungen aus dem öffentlichen und sozialen Sektor entsteht dadurch ein unmittelbarer Kostenvorteil von 19 % gegenüber umsatzsteuerpflichtigen Anbietern.

Ist die Fortbildung auch ohne Vorkenntnisse geeignet?

Ja.
Die Inhalte sind so aufgebaut, dass sowohl erfahrene Fachkräfte als auch Teams ohne spezielle Vorerfahrung profitieren.

Wie individuell sind die Inhalte?

Sehr individuell
Die Fortbildung wird gezielt auf den spezifischen Arbeitskontext, die individuellen Herausforderungen Ihrer Einrichtung und die Teilnehmenden zugeschnitten. So stelle ich sicher, dass die Inhalte praxisnah, relevant und direkt umsetzbar sind.

Was bedeutet E.M.P.A.T.H.I.E. in meiner Arbeit konkret?

Das Fundament und der Rahmen: Die acht Komponenten von E.M.P.A.T.H.I.E.

Das Akronym beschreibt einen strukturierten Prozess der Wahrnehmung und Interaktion, der darauf abzielt, das Reiz-Reaktions-Schema zu durchbrechen und eine professionelle Beziehungsgestaltung zu ermöglichen:

  • E – Eigenwahrnehmung schärfen: Die Fachkraft lernt, die eigene Person (Gedanken, Körpergefühl, Emotionen und Verhalten) bewusst wahrzunehmen. Dies ist die Grundlage, um die eigene Körperspannung zu reduzieren und ruhig zu atmen, was wiederum die Voraussetzung für eine erfolgreiche Co-Regulation ist.
  • M – Mentalisieren: Basierend auf dem Ansatz von Fonagy bedeutet dies, eigene und fremde innere psychische Zustände (Gefühle, Bedürfnisse, Absichten) wahrzunehmen und im Handeln zu berücksichtigen. Man blickt hinter die „körperliche Hülle“, um Verhalten zu interpretieren.
  • P – Perspektive wechseln: Hierbei wird insbesondere die traumapädagogische Haltung des „Gewichtigen Grundes“ eingenommen. Jedes Verhalten wird als entwicklungslogisch sinnvoll in der Geschichte des Gegenübers oder als „missglückter Mitteilungsversuch“ gewürdigt.
  • A – Achtsam sein: Es geht darum, im Kontakt präsent zu sein und eine Ausgewogenheit zwischen Nähe und Distanz zu wahren.
  • T – Transparenz schaffen: Mitarbeitende schaffen Sicherheit durch Vorhersehbarkeit, indem sie sachlich erklären, was sie tun können und wofür sie zuständig sind. Jeder hat jederzeit ein Recht auf Klarheit.
  • H – Halt geben: In emotionalen Krisen (z. B. Glasl Ebene 2) benötigen Betroffene Struktur, Orientierung und den Schutz ihrer Würde.
  • I – Innere Bedürfnisse erkennen: Bedürfnisse werden auf zwei Ebenen erkannt – bei mir selbst (Was brauche ich gerade, z. B. Unterstützung?) und beim Gegenüber. Aggressives Verhalten wird als (oft dysfunktionaler) Ausdruck unerfüllter Grundbedürfnisse oder Ängste verstanden; das vermutete Bedürfnis (z. B. nach Sicherheit oder Autonomie) wird als Hypothese angeboten.
  • E – Entlastung schaffen: Durch Doables (kleine machbare Lösungen) und Co-Regulation wird das Ausmaß der Erregung beim Gegenüber aktiv reduziert, um die Rückkehr zu kognitiven Fähigkeiten und einer normalen Kommunikation zu ermöglichen
Was macht den Ansatz von GDB besonders?

Meine Fortbildung – praxisnah, integrativ, individuell
Sicher handeln & Sicherheit geben

Meine Schulungen gehen weit über klassische Trainings hinaus und vermitteln Fachkräften praxisnahe Strategien, um herausfordernde Situationen souverän, empathisch und präventiv zu steuern. Sie verbinden fachliches Wissen mit Haltung, Reflexion und Umsetzungskompetenz.

1. Professionelle Haltung (Mentalisierung & Traumapädagogik)
Teilnehmende entwickeln eine reflektierte Haltung, erkennen Bedürfnisse, innere Zustände und Schutzfunktionen hinter äußerem Verhalten und lernen, Aggression als Signal statt Defizit zu verstehen.

2. E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh als praktischer Kompass
Ein strukturiertes Haltungs- und Interventionskonzept unterstützt die Selbst- und Co-Regulation, gibt Orientierung in Krisen und stärkt den sicheren, deeskalierenden Umgang.

3. Entwicklungsdynamisches Verständnis (SEED 2 nach Došen)
Fachkräfte lernen, auf dem tatsächlichen emotionalen Bedürfnisniveau ihrer Klient:innen zu agieren und phasengerecht zu deeskalieren – inklusive der Besonderheiten im Umgang mit Menschen mit demenziellen oder psychischen Erkrankungen.

4. Analyse von Eskalationsdynamiken (Glasl/Oud)
Konfliktdynamiken werden frühzeitig erkannt, unterbrochen und professionell gesteuert – vom Reiz-Reaktions-Schema hin zu klarer Beziehungsgestaltung.

5. Nachsorge und psychische Gesundheit (Transfer)
Die Fortbildung findet direkt in den Räumlichkeiten Ihrer Einrichtung statt, damit Enge, Fluchtwege und reale Distanzzonen von Anfang an mitgedacht werden. Individuelle Interventionsübungen können auf Wunsch optional per Videoanalyse reflektiert werden, ein kostenloses Online-Follow-up nach 2–4 Monaten sichert den nachhaltigen Praxistransfer und trägt zur Prävention von Burnout bei.

Ihr Nutzen:
Ihre Mitarbeitenden werden zu sicheren Fachkräften, die nicht nur wissen, wie sie handeln, sondern auch verstehen, warum Situationen eskalieren und wie sie durch Empathie, Klarheit und souveränes Handeln präventiv agieren und professionell deeskalieren.

Warum sind Mentalisierung und eine traumasensible Haltung zentral für Gewaltprävention?

Weil nachhaltige Gewaltprävention Verstehen voraussetzt.

Mentalisierung ermöglicht es, eigenes und fremdes Verhalten in inneren Zuständen zu verorten – besonders in angespannten oder aggressiven Situationen.

Eine traumasensible Haltung nach Weiß ergänzt diesen Blick: Herausforderndes Verhalten wird nicht als Defizit verstanden, sondern häufig als aktiviertes Schutzmuster, das in belastenden Erfahrungen entstanden ist. Wer diesen „gewichtigen Grund“ hinter dem Verhalten erkennt, kann auch in eskalierenden Momenten klar, vorhersehbar und beziehungsorientiert handeln – die Grundvoraussetzung dafür, dass sich Klient:innen sicher genug fühlen, um sich zu öffnen, statt weiter zu eskalieren.

Individuelle Bedarfsanalyse für Ihre Einrichtung der Suchthilfe

100% praxisnahwissenschaftlich gestützt
Vertrauen

Referenzen (Auszug)

RESO-Straffälligenhilfe Nürnberg

Arbeitskreis Resozialisierung Stadtmission Nürnberg

Deutscher Orden

Hauptgeschäftsstelle in Oberbayern

MEDIAN-Klinik Odenwald

psychosomatische Reha- und Suchtklinik in Hessen

SKM Augsburg

Suchthilfe, Straffälligenhilfe, Beratung

Würmtalklinik Gräfelfing

Fachklinik für Suchttherapie und Doppeldiagnosen in München

Laufer Mühle

Suchthilfe in Mittelfranken