Inhouse-Schulung
zur Gewaltprävention & Deeskalation für
Krankenhaus, Klinik, Rettungsdienst, Feuerwehr & THW
Aus reagieren wird verstehen. Aus oberflächlich wird fundiert. Aus kurzfristig wird nachhaltig.
Dieses Angebot richtet sich an Krankenhäuser, Rettungsdienste, Feuerwehren und THW-Einheiten, die eine Inhouse-Schulung für ihr Personal buchen möchten – insbesondere für Pflegekräfte, Ärzt:innen, Notfallsanitäter:innen, Rettungsassistent:innen sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks.
Suchen Sie stattdessen eine berufliche Weiterbildung für Einzelpersonen? Hier geht es zum Kompetenzzentrum und den passenden Fortbildungen.
Klinik- und Einsatzpersonal erlebt Eskalationen oft anders als andere Berufsfelder
Schmerzen, Angst, Alkohol- oder Substanzeinfluss, psychische Ausnahmezustände und die besondere Anspannung akuter Notfall- und Gefahrenlagen überlagern sich bei Patient:innen, Angehörigen und Umstehenden – und machen Situationen für Klinik- und Einsatzpersonal schwer einschätzbar. Diese Entwicklung ist im Klinikbereich auch empirisch klar belegt: Laut einer Erhebung des Deutschen Krankenhausinstituts im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft von November 2025 verzeichnen zwei Drittel der Krankenhäuser einen Anstieg der Übergriffe – in Notaufnahmen sind es sogar 95 % der Häuser. Auch unter Ärzt:innen berichten laut einer Umfrage des Deutschen Ärzteblatts bereits zwei von drei Personen von eigenen Gewalterfahrungen im Berufsalltag. Feuerwehr- und THW-Einsatzkräfte berichten zunehmend von ähnlichen Erfahrungen – etwa durch aggressive Umstehende an Einsatzstellen oder feindseliges Verhalten bei technischen Rettungen.
Viele Mitarbeitende wissen theoretisch, was in solchen Momenten zu tun wäre, und erleben dennoch, wie schwer es ist, im entscheidenden Augenblick – etwa in der überfüllten Notaufnahme, am Unfallort oder bei einem Löscheinsatz mit aufgebrachten Anwohner:innen – tatsächlich handlungssicher zu bleiben.
Ich verbinde wissenschaftliche Erkenntnisse aus Mentalisierungstheorie, Traumapädagogik, Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Konfliktdynamik zu einem strukturierten, praxistauglichen Deeskalationssystem – von der inneren Haltung über das Verständnis der Eskalationsdynamik und die konkrete Intervention bis hin zur strukturierten Einsatznachsorge und nachhaltigen Transfersicherung im Arbeitsalltag Ihrer Einrichtung.
„Deeskalation beginnt nicht im Außen – sie beginnt in uns selbst!“
Warum dieser Ansatz für Einsatzkräfte anders ist
Anders als in vielen Beratungs- und Betreuungskontexten, steht bei Noteinsätzen nicht die langfristige Beziehungsgestaltung im Vordergrund. Notärzt:innen, Rettungsdienst, Feuerwehr und THW müssen oft in Sekundenbruchteilen entscheiden, ohne Zeit oder Rahmen für vertiefte Beziehungsarbeit zu haben. Mein Ansatz für diese Zielgruppe fokussiert deshalb konsequent auf vier Kernkompetenzen: Haltung (innere Ruhe unter Extrembelastung), Sicherheit geben (klare, orientierungsstiftende Kommunikation), Kontrolle der Situation (Lageeinschätzung, Raum- und Zugangssicherung) und Eigenschutz (die eigene und die Sicherheit des Teams nie aus den Augen verlieren). Die wissenschaftliche Grundlage bleibt dieselbe – die praktische Anwendung ist konsequent auf die Realität akuter Einsatzsituationen zugeschnitten.
Kennen Sie diese herausfordernden Situationen aus Ihrer Einsatzalltag?
Der Alltag in Krankenhaus, Klinik, Rettungsdienst, Feuerwehr und THW stellt Mitarbeitende immer wieder vor Momente, die kaum planbar sind – hier ein Einblick in typische Fallkonstellationen:
Aggression in der Notaufnahme: Ein Patient wird nach langer Wartezeit zunehmend ungeduldig, beginnt lautstark zu schimpfen und bedroht das Personal am Empfangstresen, teils verstärkt durch Alkoholeinfluss oder starke Schmerzen.
Bedrohung durch Angehörige bei kritischem Gesundheitszustand: Angehörige eines schwer erkrankten Patienten reagieren auf eine schlechte Prognose oder eine als zu langsam empfundene Behandlung mit Vorwürfen, lautstarker Aggression und persönlichen Drohungen gegenüber dem Behandlungsteam.
Übergriff im Rettungsdiensteinsatz: Bei einem Einsatz wegen eines psychiatrischen Notfalls oder einer Intoxikation reagiert die betroffene Person plötzlich unberechenbar aggressiv oder körperlich angreifend gegenüber dem Rettungsteam, oft in beengten räumlichen Verhältnissen.
Feindselige Umstehende an der Einsatzstelle: Bei einem Verkehrsunfall blockieren aufgebrachte Schaulustige oder Angehörige der Beteiligten den Arbeitsbereich, filmen statt Platz zu machen und reagieren auf Aufforderungen der Feuerwehr mit verbaler Aggression.
Widerstand bei technischer Rettung oder Evakuierung: Eine betroffene Person verweigert im Rahmen einer technischen Rettung oder Evakuierung die Anweisungen der Einsatzkräfte, reagiert aus Angst oder Panik unkooperativ bis aggressiv und gefährdet dadurch sich selbst und das Einsatzteam.
Genau für solche und weitere Situationen entwickle ich mit Ihrem Team praxisnahe, sofort anwendbare Handlungssicherheit.
Für welche Einrichtungen & Organisationen ist die Schulung geeignet?
Meine Inhouse-Fortbildungen richten sich an Krankenhäuser, Kliniken, Rettungsdienste, Feuerwehren und THW-Einheiten, in denen Einsatz- und Klinikpersonal mit herausforderndem oder aggressivem Verhalten von Patient:innen, Angehörigen oder Umstehenden konfrontiert ist:
- Krankenhäuser und Kliniken
- Notaufnahmen
- Rettungsdienste und Rettungswachen
- Notärzt:innen
- Berufs- und Freiwillige Feuerwehren
- THW-Ortsverbände
Besonders profitieren Teams, die regelmäßig mit Aggression durch Schmerz, Angst, Substanzeinfluss oder aufgebrachte Umstehende konfrontiert sind und Sicherheit im Umgang damit entwickeln möchten – nicht nur in Hochrisikobereichen, sondern flächendeckend im gesamten Personal.
Wie Teilnehmende die Wirkung meiner Inhouse-Schulungen beschreiben
Die Fortbildung vermittelte nicht nur Wissen, sondern schuf Verbindung, Verständnis und Zuversicht für ein respektvolles und sicheres Miteinander.“
– Mitarbeitende der Ordenswerke des Deutschen Ordens –
Warum DIESE Fortbildung - Mehrwert für Personal, Einrichtung & Einsatzstelle!
Mein Fokus liegt auf einem praxisnahen Deeskalationstraining, das Haltung, Sicherheit geben, Kontrolle der Situation und Eigenschutz in den Mittelpunkt stellt – zum Schutz des Personals und für handlungssicheres Auftreten auch unter hohem Zeit- und Gefahrendruck.
Der Handlungsbedarf im Gesundheitswesen ist empirisch eindeutig belegt und zeigt zugleich eine konkrete Versorgungslücke: Während 77 % der Kliniken bereits gezielte Trainings anbieten, erreichen nur 47 % ihr gesamtes Personal flächendeckend – eine Lücke von rund 30 Prozentpunkten. Genau hier setzt mein Angebot an: skalierbare, flächendeckende Deeskalationstrainings für das gesamte Klinik-, Rettungs-, Feuerwehr- oder THW-Team, nicht nur für einzelne Hochrisikobereiche.
Meine Arbeit setzt genau dort an: wissenschaftlich fundiert – auf Basis von Fonagy, Weiß, Glasl, Oud und Siegel – und konsequent praxisorientiert, mit einer für Einsatzkräfte spezifisch zugeschnittenen Schwerpunktsetzung auf Eigenschutz und Situationskontrolle statt vertiefter Beziehungsarbeit. Anhand realistischer Fallbeispiele lernen Mitarbeitende, eskalierende Dynamiken in Sekundenschnelle zu erkennen, die Lage zu kontrollieren und auch bei (drohenden) körperlichen Übergriffen präventiv und situationsgerecht zu handeln.
- Reduzierte Eskalationen in Notaufnahme und Einsatzsituation: Höhere Sicherheit im direkten Kontakt mit Patient:innen, Angehörigen und Umstehenden unter hohem Druck
- Gestärkter Eigenschutz: Handlungssicherheit auch bei räumlicher Nähe, beengten Verhältnissen oder unübersichtlichen Einsatzstellen
- Klare Kontrolle der Situation: Schnelle Lageeinschätzung, Raum- und Zugangssicherung, sichere Entscheidung zwischen Deeskalation und Rückzug
- Sicherheit geben: Kurze, klare Kommunikation, die auch unter Zeitdruck Orientierung schafft
- Gemeinsame professionelle Haltung im Team: Einheitliches Vorgehen schafft Vertrauen und Klarheit
- Nachhaltige Mitarbeitergesundheit: Strukturierte Einsatznachsorge reduziert psychische Belastung nach kritischen Einsätzen
- Kleine Gruppengröße: Maximal 18 Teilnehmende ermöglichen individuelle Fallarbeit und intensive Begleitung
- Nachhaltiger Praxistransfer: Ein kostenloses Online-Follow-up nach 2–4 Monaten sichert die Umsetzung im Arbeitsalltag
Meine Fortbildungen stärken Ihre Fachkräfte dabei:
- Gefahren- und Eskalationslagen in Sekundenschnelle richtig einzuschätzen
- die eigene Sicherheit und die des Teams in jeder Situation im Blick zu behalten
- auch unter Zeitdruck und in beengten Räumen klar, ruhig und kontrolliert zu bleiben
- handlungsfähig zu bleiben – fachlich fundiert, reflektiert und nachhaltig, um sicher zu handeln und Sicherheit zu geben
MEIN ANSATZ
Das Fundament: HALTUNG: Auch unter Extrembelastung ist innere Ruhe die Grundlage sicheren Handelns. Ich unterstütze Ihre Mitarbeitenden dabei, die eigene Stressreaktion zu erkennen und zu regulieren, bevor sie sich unkontrolliert auf die Situation überträgt. Anders als in klassischen Beratungskontexten steht hier nicht der Aufbau einer langfristigen Beziehung im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck und Gefahr handlungsfähig zu bleiben. Das E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh (Marke angemeldet beim EUIPO) dient hierbei als praktischer Kompass, strukturierender Rahmen und praxistauglicher (Co)Regulations- und Interventionsleitfaden für den Einsatzalltag.
Die Analyse: EINORDNUNG: Schnelle, treffsichere Lageeinschätzung ersetzt hier die vertiefte psychologische Analyse. Ich vermittle, wie Eskalationsdynamiken nach Glasl/Oud und Erregungszustände nach dem „Window of Tolerance“ von Dr. D. Siegel in Sekunden erkannt werden – um die Gefährdungslage und -dynamik für sich selbst, das Team und Betroffene richtig einzuschätzen.
Das Handeln: SICHERHEIT GEBEN & KONTROLLE DER SITUATION: Klare, kurze und eindeutige Kommunikation schafft Orientierung und reduziert das Eskalationsrisiko – auch gegenüber aggressiven Patient:innen, Umstehenden oder verängstigten Betroffenen. Gleichzeitig steht die Kontrolle der Lage im Fokus: Raum- und Zugangssicherung, Rückzugsoptionen und die sichere Entscheidung, wann deeskaliert und wann Rückzug oder Unterstützung angefordert werden muss. Der Eigenschutz Ihrer Mitarbeitenden steht dabei immer an erster Stelle.
Das Ziel: TRANSFER: Nach belastenden Einsätzen zählt strukturierte Nachsorge – im Rettungsdienst- und Feuerwehrkontext oft als Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) oder Peer-Support bekannt. Ich vermittle Grundlagen der Einsatznachsorge und strukturierten Nachbereitung, damit belastende Erlebnisse nicht unverarbeitet bleiben und die langfristige psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden geschützt wird.
Individuelle Bedarfsanalyse für Ihr Krankenhaus, Ihre Klinik, Ihren Rettungsdienst, Ihre Feuerwehr oder Ihr THW
✓ 100% praxisnah
✓ wissenschaftlich fundiert
FAQ - Häufige Fragen
Sind Einrichtungen gesetzlich zur Schulung verpflichtet?
In vielen Fällen ja. Arbeitgeber sind nach § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG verpflichtet, psychische Belastungen – auch durch Gewalt und Aggression – in ihre Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen. Aus den §§ 4 und 12 ArbSchG ergibt sich daraus eine konkrete Schulungspflicht für die Beschäftigten. Die Berufsgenossenschaften (z. B. die BGW) konkretisieren diese Pflicht zusätzlich und fordern ein systematisches Aggressions- und Deeskalationsmanagement.
Ist die Fortbildung umsatzsteuerfrei?
Ja. Die Inhouse-Fortbildung „Handlungssicher kompakt“ ist als Bildungsleistung nach § 4 Nr. 21 UStG anerkannt und wird umsatzsteuerfrei erbracht. Für Einrichtungen aus dem öffentlichen und sozialen Sektor entsteht dadurch ein unmittelbarer Kostenvorteil von 19 % gegenüber umsatzsteuerpflichtigen Anbietern.
Ist die Fortbildung auch ohne Vorkenntnisse geeignet?
Ja.
Die Inhalte sind so aufgebaut, dass sowohl erfahrene Fachkräfte als auch Teams ohne spezielle Vorerfahrung profitieren.
Wie individuell sind die Inhalte?
Sehr individuell
Die Fortbildung wird gezielt auf den spezifischen Arbeitskontext, die individuellen Herausforderungen Ihrer Einrichtung und die Teilnehmenden zugeschnitten. So stelle ich sicher, dass die Inhalte praxisnah, relevant und direkt umsetzbar sind.
HALTUNG & METHODIK
In meinen Fortbildungen lernen Mitarbeitende nicht nur, was sie in kritischen Momenten tun können, sondern warum Situationen im Kontext von Schmerz, Angst, Substanzeinfluss oder akuter Gefahrenlage eskalieren – und wie Sicherheit trotz Zeitdruck, beengten Räumen und hoher Grundbelastung hergestellt wird.
Das bedeutet:
- Verständliche Theorie mit direktem Praxisbezug zu Krankenhaus, Klinik, Rettungsdienst, Feuerwehr und THW
- Arbeit an realen Situationen aus dem Einsatzalltag Ihres Teams – Notaufnahme, Einsatzstelle, technische Rettung
- Raum für Reflexion, Austausch und Fragen zu schwierigen Fallkonstellationen
Im Mittelpunkt stehen:
- Kontrolle statt Konfrontation – Situationen souverän steuern, ohne unnötige Machtkämpfe einzugehen
- Verstehen statt vorschnellem Handeln – aggressives Verhalten wird als Ausdruck von Schmerz, Angst oder Kontrollverlust gelesen, nicht als persönlicher Angriff
- Sicherheit durch Klarheit, nicht durch Kontrolle allein
- Eigenschutz als oberste Priorität jeder Intervention – gerade bei intoxikierten, psychisch instabilen oder feindselig auftretenden Personen
- Eigensicherung als Teil der Professionalität – Distanzzonen, Fluchtwege und Notfallabläufe kennen, ohne dadurch misstrauisch oder abweisend zu wirken
Methodisch arbeite ich mit:
- theoretischen Impulsen
- echten Fallbeispielen aus der Praxis Ihres Teams
- Übungen zur Selbst- und Lagewahrnehmung in akuten Einsatzsituationen
- Transferhilfen für den Arbeitsalltag Ihrer Einrichtung
Ziel ist nachhaltige Handlungssicherheit im Klinik- und Einsatzalltag, nicht kurzfristige Beruhigung.
FAQ - Häufige Fragen
Was bedeutet E.M.P.A.T.H.I.E. in meiner Arbeit konkret?
Das Fundament und der Rahmen: Die acht Komponenten von E.M.P.A.T.H.I.E.
Das Akronym beschreibt einen strukturierten Prozess der Wahrnehmung und Interaktion, der darauf abzielt, das Reiz-Reaktions-Schema zu durchbrechen und eine professionelle Beziehungsgestaltung zu ermöglichen:
- E – Eigenwahrnehmung: Die Fachkraft lernt, die eigene Person (Gedanken, Körpergefühl, Emotionen und Verhalten) bewusst wahrzunehmen. Dies ist die Grundlage, um die eigene Körperspannung zu reduzieren und ruhig zu atmen, was wiederum die Voraussetzung für eine erfolgreiche Ko-Regulation ist.
- M – Mentalisieren: Basierend auf dem Ansatz von Fonagy bedeutet dies, eigene und fremde innere psychische Zustände (Gefühle, Bedürfnisse, Absichten) wahrzunehmen und im Handeln zu berücksichtigen. Man blickt hinter die „körperliche Hülle“, um Verhalten zu interpretieren.
- P – Perspektivwechsel: Hierbei wird insbesondere die traumapädagogische Haltung des „Gewichtigen Grundes“ eingenommen. Jedes Verhalten wird als entwicklungslogisch sinnvoll in der Geschichte des Gegenübers oder als „missglückter Mitteilungsversuch“ gewürdigt.
- A – Achtsamkeit: Es geht darum, im Kontakt präsent zu sein und eine Ausgewogenheit zwischen Nähe und Distanz zu wahren.
- T – Transparenz: Mitarbeitende schaffen Sicherheit durch Vorhersehbarkeit, indem sie sachlich erklären, was sie tun können und wofür sie zuständig sind. Jeder hat jederzeit ein Recht auf Klarheit.
- H – Halt geben: In emotionalen Krisen (z. B. Glasl Ebene 2) benötigen Betroffene Struktur, Orientierung und den Schutz ihrer Würde.
- I – Identifizierung der Bedürfnisse: Aggressives Verhalten wird als (oft dysfunktionaler) Ausdruck unerfüllter Grundbedürfnisse oder Ängste verstanden. Ziel ist es, den tatsächlichen Bedarf (z. B. nach Sicherheit oder Autonomie) zu erkennen.
- E – Entlastung schaffen: Durch Doables (kleine machbare Lösungen) und Co-Regulation wird das Ausmaß der Erregung beim Gegenüber aktiv reduziert, um die Rückkehr zu kognitiven Fähigkeiten und einer normalen Kommunikation zu ermöglichen
Was macht den Ansatz von GDB besonders?
Meine Fortbildung – praxisnah, integrativ, individuell
Sicher handeln & Sicherheit geben
Meine Schulungen gehen weit über klassische Trainings hinaus und vermitteln Fachkräften praxisnahe Strategien, um herausfordernde Situationen souverän, empathisch und präventiv zu steuern. Sie verbinden fachliches Wissen mit Haltung, Reflexion und Umsetzungskompetenz.
1. Professionelle Haltung (Mentalisierung & Traumapädagogik)
Teilnehmende entwickeln eine reflektierte Haltung, erkennen Bedürfnisse, innere Zustände und Schutzfunktionen hinter äußerem Verhalten und lernen, Aggression als Signal statt Defizit zu verstehen.
2. E.M.P.A.T.H.I.E.-Modell nach Lindh als praktischer Kompass
Ein strukturiertes Haltungs- und Interventionskonzept unterstützt die Selbst- und Co-Regulation, gibt Orientierung in Krisen und stärkt den sicheren, deeskalierenden Umgang.
3. Entwicklungsdynamisches Verständnis (SEED 2 nach Došen)
Fachkräfte lernen, auf dem tatsächlichen emotionalen Bedürfnisniveau ihrer Klient:innen zu agieren und phasengerecht zu deeskalieren – inklusive der Besonderheiten im Umgang mit Menschen mit demenziellen oder psychischen Erkrankungen.
4. Analyse von Eskalationsdynamiken (Glasl/Oud)
Konfliktdynamiken werden frühzeitig erkannt, unterbrochen und professionell gesteuert – vom Reiz-Reaktions-Schema hin zu klarer Beziehungsgestaltung.
5. Nachsorge und psychische Gesundheit (Transfer)
Die Fortbildung findet direkt in den Räumlichkeiten Ihrer Einrichtung statt, damit Enge, Fluchtwege und reale Distanzzonen von Anfang an mitgedacht werden. Individuelle Interventionsübungen können auf Wunsch optional per Videoanalyse reflektiert werden, ein kostenloses Online-Follow-up nach 2–4 Monaten sichert den nachhaltigen Praxistransfer und trägt zur Prävention von Burnout bei.
Ihr Nutzen:
Ihre Mitarbeitenden werden zu sicheren Fachkräften, die nicht nur wissen, wie sie handeln, sondern auch verstehen, warum Situationen eskalieren und wie sie durch Empathie, Klarheit und souveränes Handeln präventiv agieren und professionell deeskalieren.
Warum sind Mentalisierung und eine traumasensible Haltung zentral für Gewaltprävention?
Weil nachhaltige Gewaltprävention Verstehen voraussetzt.
Mentalisierung ermöglicht es, eigenes und fremdes Verhalten in inneren Zuständen zu verorten – besonders in angespannten oder aggressiven Situationen.
Eine traumasensible Haltung nach Weiß ergänzt diesen Blick: Herausforderndes Verhalten wird nicht als Defizit verstanden, sondern häufig als aktiviertes Schutzmuster, das in belastenden Erfahrungen entstanden ist. Wer diesen „gewichtigen Grund“ hinter dem Verhalten erkennt, kann auch in eskalierenden Momenten klar, vorhersehbar und beziehungsorientiert handeln – die Grundvoraussetzung dafür, dass sich Klient:innen sicher genug fühlen, um sich zu öffnen, statt weiter zu eskalieren.
Individuelle Bedarfsanalyse für Ihr Krankenhaus, Ihre Klinik, Ihren Rettungsdienst, Ihre Feuerwehr oder Ihr THW
✓ 100% praxisnah
✓ wissenschaftlich fundiert
INHALTE DER INHOUSE-FORTBILDUNG
Die Inhalte werden individuell auf Ihren Einsatzbereich abgestimmt.
Mögliche Schwerpunkte sind:
- Innere Ruhe und Selbstregulation unter Extrembelastung
- Eigene Stressreaktionen erkennen und steuern
- Schnelle Lageeinschätzung und Erkennen von Eskalationsdynamiken
- Klare, orientierungsstiftende Kommunikation unter Zeitdruck
- Kontrolle der Einsatzstelle: Raum- und Zugangssicherung, Rückzugsoptionen
- Eigensicherung und Selbstschutz im direkten Patienten- oder Einsatzkontakt
- Umgang mit Umstehenden und aufgebrachten Angehörigen
- Umgang im Team mit herausforderndem Verhalten (Vorsorge und Nachsorge)
- Grundlagen der Einsatznachsorge und strukturierten Nachbereitung nach kritischen Situationen
Ziel ist nicht kurzfristige Beruhigung, sondern langfristige professionelle Handlungssicherheit.
Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden sind ausdrücklich erwünscht und fließen aktiv in die Fortbildung ein.
WIE LÄUFT EINE ANFRAGE AB?
Der Weg von der ersten Anfrage bis zur Durchführung ist klar strukturiert und für Sie jederzeit nachvollziehbar.
1. Anfrage stellen
Sie schildern kurz Ihren Bedarf – über das Kontaktformular oder telefonisch.
2. Bedarfsanalyse
In einem persönlichen Gespräch erfasse ich die konkreten Herausforderungen Ihres Teams und stimme die Inhalte gezielt darauf ab.
3. Individuelles Angebot
Sie erhalten eine auf Ihre Einrichtung zugeschnittene Schulung inklusive Terminvorschlag.
4. Durchführung und Nachsorge
Die Fortbildung findet direkt bei Ihnen vor Ort statt. Rund 2–4 Monate später folgt das kostenlose Online-Follow-up zur Sicherung des Praxistransfers.
